Fallhammer


Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert kamen Osemundproduktion und Drahtzug zum Erliegen. Der wachsende Bedarf an Eisen und Stahl - zum Beispiel für die Eisenbahnen - verlangte eine andere Technik. Der sogenannte Walzdraht verdrängte den bisherigen Drahtzug, der Fallhammer trat an die Stelle des Schwanzhammers. Durch seine Höhe und den ungleich stärkeren Aufprall des "Bären" (Eisenblock, der an hohen Stangen auf- und abfährt) wurde das Fallgewicht enorm gesteigert. Dadurch konnten in kürzerer Zeit größere Eisenstücke weiterverarbeitet werden, zumeist zu sogenannten Breitewaren.

Anfangs wurden die Fallhämmer durch ein Wasserrad über eine Transmission angetrieben. Später verwendete man eine Wasserturbine. Ein Elektromotor besorgte seit Beginn des 20. Jahrhunderts den Antrieb.

Diese technische Umstellung vollzogen auch viele Hammerwerke in der Umgebung Lüdenscheids; sie spezialisierten sich in vielfältiger Weise und schmiedeten u.a. Schüppen, Schaufeln und Gabeln sowohl für den innerdeutschen Handel als auch für den Export.

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