Schwanzhammer


Der Schwanzhammer ist im Grunde nichts anderes als der "verlängerte Arm des Schmiedes", angetrieben durch das Gewicht des fallenden Wassers auf das Wasserrad. Schon seit dem Mittelalter machten sich die Schmiede die Kraft des fließenden Wassers zunutze, indem sie es in künstlichen Teichen aufstauten und damit - entsprechend der Mühlentechnik - ein Wasserrad antrieben.

Die märkische Region ist als Gewerbelandschaft bekannt, in der ein besonders gutes Eisen gewonnen wurde, das man Osemund nennt. Es zeichnete sich durch besondere Reinheit, Härte und Zähigkeit aus und eignete sich hervorragend für die Herstellung von Draht. Am Schwanzhammer wurden die Eisenstangen für den Drahtzug vorbereitet, indem sie zu langen, dünnen Stangen ausgereckt wurden. Deswegen wird der Hammer auch als sogenannter Reckhammer bezeichnet.

Die Betreiber derartiger Gewerke nannte man Reidemeister. Um ihre wirtschaftlichen und berufsständischen Interessen zu einigen, schlossen sich die Lüdenscheider Reidemeister zu einer Gilde zusammen, die im Eisengewerbe großen Einfluss besaß.

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